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Grundsatzdiskussion VW oder nicht VW
#1
(22.04.2019, 13:56)Karl Eder schrieb: Hallo,


- kein VW-Produkt (und Verwandte wie Porsche) verseucht meine Garage


Viele Grüße
Karl

Wie bitte Dodgy Big Grin ?
Naja, gratuliere Dir trotzdem zu diesem Schmuckstück - wirklich ein sehr schönes Fahrzeug.
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#2
Hallo,

@Rapo:
genau so ist es - ich kann weder den "Kultfaktor" noch den Grund für die überhöhten Preise für VW-Produkte (auch am Oldtimersektor gibt es da wesentlich interessanteres, selteneres und qualitativ besseres als VW um deutlich weniger Geld) erkennen:

Käfer und Transporter waren schon spätestens Ende der 1950er Jahre technisch überholt. Sie wiesen auch keinesfalls eine längere Lebensdauer als viele andere Fahrzeuge damals auf (wurde durch den x-ten Austauschmotor - ok das System war gut - übertüncht).
Zuerst hat man 40 Jahre lang beim Transporter den Motor "laderaumvernichtend" eingebaut, und dann beim T4 so getan als ob man den Frontantrieb erfunden hätte - gabs aber bei Tempo und DKW schon 1950, von genialen Konzepten wie Goliath Express, Fiat 238, Peugeot D-Serie und Citroen HY gar nicht zu reden...
Detto z.B. "VR"-Motor gabs bei Lancia schon in den 1920er Jahren.
VW hat noch Seilzugbremsen eingebaut, da hat Renault schon 4 Scheibenbremsen serienmäßig gehabt...
Ließe sich sehr lange fortsetzen...

So bin ich auch für den Alltagsbetrieb zur richtigen Marke mit "V" gekommen: vor ca. 40 Jahren gab es noch genug Leute die mit VW-Käfer (1302 und so) herumgefahren sind: der Volvo 122 hat dazu im Gegensatz: viel weniger Benzin gebraucht, deutlich bessere Leistung gehabt, einen richtigen Kofferraum, eine gscheite Heizung und war wirklich langlebig...

Ich wollte den Satz zuerst auf alle deutschen Fahrzeuge ausdehnen, da ist mir aber 1 Woche vor dem Panhard was zugelaufen (Ford Fiesta Ghia, 1981, 38.000 km, Erstbesitz - "fahr nicht fort kauf im Ort") und außerdem gab es in meinem automobilen Leben auch deutsche Fahrzeuge die ich durchaus guter Erinnerung habe - und heute aus nostalgischen Gründen mir vielleicht wieder kaufen würde (Opel Rekord C - 1975 das erste selbstverdiente Geld zum Gebrauchtwagenhändler getragen, Ford Granada Ghia 1. Serie - zwar "sehr amerikanisch", aber gutes Drehmoment von unten mit dem englischen 2,6 Liter V6 Motor, BMW 520 - 1995 schnöde zum Verschrotten gebracht, wäre heute das 3. Auto am schwarzen Kennzeichen...).

@chris67:
Das Design mit der umlaufenden Gürtellinie war eigentlich damals Mode (BMW war etwa gleichzeitig, Ro 80 deutlich später), beim Panhard ist lt. Literatur das besondere, dass der damals schon sehr betagte "Hausdesigner" (seit 1920 bei Panhard) hier ein sehr modernes Design auf die Räder gestellt hat. Die Verflechtung Panhard und Citroen gab es ja schon seit 1955. Die Scheinwerferanordnung ist dann ziemlich sicher in den DS 21 eingeflossen.

Viele Grüße
Karl
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#3
@Karl Eder, da hast du aber eine Lawine losgetreten, eine Lawine an Grundsatzdiskussionen.

Es wird schon einen Grund gehabt haben warum zb. VW bei der Transporter Serie deutlich höhere Marktanteile hatte als die Konkurrenz Modelle der damaligen Zeit.
Klarerweise gibt es vieles das seltener bzw. Interessanter ist wie du es schreibst, allerdings wird das sicher auch daran liegen das diese Modelle einfach nicht so gut am Markt angekommen sind bzw. sich nicht halten konnten.

Was die Standfestigkeit angeht, egal welches Modell wir uns anschauen, alt sind oder werden Sie alle und da hab ich lieber eine bessere Ersatzteilversorgung als das ich irgendwelche exotischen Teile ewig suchen oder teuer bezahlen muss.

lg
Puch Maxi S, Maxi L, Maxi SL, MS50, VS50, DS50, Jawa Babetta 210 und der VW T3 =)
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#4
Da muss ich mich dem Karl aber anschließen.  Dass VW das Konzept quasi komplett totgefahren hat ist ja geschichtlich bekannt.  Anfang der 70er waren sie deswegen defakto auch praktisch pleite.

Also, da war jahrelang technisch auch nicht viel los.  Auch bei den Karossen und allen möglichen technischen Komponenten.   

Der äußerst robuste Motor und das Image ….“er läuft und läuft und läuft“ …. hat VW jahrelang diesen kaufmännischen Erfolg gebracht.  Also der Boxer. Das ist glaublich der Punkt.   

Gerettet wurden sie dann nur durch die NSU Entwicklung  (quasi die allerletzte Chance vor dem Untergang), die sie unter K70 auf den Markt gebracht haben. Und aus dieser Konzeption wurde dann der Golf, Passat, usw. entwickelt.   Nur auf dem basiert nämlich dann der weitere/ heutige Erfolg von VW.

Und aus diesen Gründen haben die anderen Hersteller schon in den 60ern – 70ern viel modernere Fahrzeugkonzepte gehabt.  Und auch hochwertigere Komponenten, wie eben Fahrwerk, Bremsen, usw.   Das war so.

Und beim VW Bus.  Na ja, kommt drauf an wie man ihn nutzt.   Als Campingbus absolut OK.   Aber z.B. ein Motorrad, Moped, oder eine sperrige Ladung durch die Hecktüre reinzustellen geht nicht.  Bei den anderen Herstellern von früher geht es aber dem gegenüber problemlos.

Und bevor ich das Geld für einen T1 ausgebe, dann kaufe ich mir lieber einen  Ford FK, einen Econoline, oder eine Estafette aus den 60ern, o.dergl.   Die schauen genauso gut aus und sind dazu noch praktischer.

Es ist auch die Frage wann die künstlich hochgeschraubten Preise die die Leute heute für alte VW Bus oder Porsche zahlen zum krachen anfangen.  Das kann nämlich auch mal leicht passieren.
Derzeit rennen einige Leute herum und kaufen so etwas als hochpreisige Wertanlage ... tja ... aus meiner Sicht schon fast geistesgestört (wenn man so manche Summen sieht und hört).

@Thomas
Mit Deinem T3, den Du als Campingbus hast, da gibt es das vorangeführte wirtschaftliche Risiko nicht. Beim T3 ist es noch überschaubar. Und da hast Du Recht, wenn Du sagst die Robustheit und die Ersatzteilversorgung ist für Dich der Punkt.
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#5
Das Konzept mit Heckmotor war schon damals überholt, das ist auch weithin bekannt. Stauraum allerdings, bietet sogar ein Camping T3 massig, meinen Umzug in die Wohnung hab ich großteils mit dem Bus erledigt.
Und bevor ich mir irgendeinen Toyota oder Mitsubishi Bus in die Garage stelle bevorzuge ich in jedem Fall VW, mit seinen Ecken und Kanten, mit heckantrieb und Heckmotor.

auch wenn viele Preise für Käfer, Bus und Co. maßlos übertrieben sind, muss man sie ja nicht zahlen. Andere Marken werden auch maßlos überteuert gehandelt.

lg
Puch Maxi S, Maxi L, Maxi SL, MS50, VS50, DS50, Jawa Babetta 210 und der VW T3 =)
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#6
Hallo,

das ist sicher eine interessante Diskussion - sollte man als eigenes Thema weiterführen, weils nicht mehr zur Panhard-Sache passt.

Zu den Transportern:
da hat der Fiat 238 (so was kennen die VW-Fans gar nicht  Wink ) das ideale Konzept: Motor quer unter der Sitzbank und vor allem: hinten Einzelradaufhängung, d.h. der Ducato mit der Starrachse war so gesehen ein Rückschritt, weil dadurch die Laderaumkante (wie bei den erwähnten Hecktrieblern) wieder nach oben gegangen ist. 3 Motorräder im 238er - null Problem... und außen klein und wendig.

Preise:
schreibe gerade ein Gutachten für einen 911er - da tut sich bei der Massenware in den letzten 3 - 4 Jahren wertmäßig nix mehr.
Busse: der wesentlich seltenere FK 1000 Panorama wird um "eine Null weniger" gehandelt als die Samba-Massenware...

Ersatzteilversorgung:
als "Jäger und Sammler" gehört auch das zum Reiz der Sache dazu, aber die ist auch bei vielen anderen Marken sehr gut (VW hat da erst in den letzten Jahren aufgeholt) und bei Mercedes (wird deutlich mühsamer) und Volvo (leider nicht mehr, aber es gibt gute Alternativen) war sie auch lange Zeit über das normale Händlernetz Lichtjahre besser als bei vielen anderen Marken.

Viele Grüße
Karl
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#7
Question 
Habe den Beitrag hierher als eigenes Thema verschoben
M.f.G. euer Admin
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#8
Danke für den neuen Beitrag, jetzt sind wir am richtigen Platz.

Interessante Konzepte hat es in den letzten Jahrzehnten viele gegeben, und viele davon haben auch ihre Berechtigung. Das Bus/Transporter fahren und schätzen hab ich auf einem Toyota HiAce gelernt. die waren mir aber immer viel zu nüchtern und meiner Meinung nach hatten die Autos auch wenig Charakter.
Puch Maxi S, Maxi L, Maxi SL, MS50, VS50, DS50, Jawa Babetta 210 und der VW T3 =)
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#9
Als Besitzer von gleich 3 VW´s bin natürlich voll auf der Seite vom Thomas .
Ich selbst würde mich trotz dieser Tatsache aber nicht als VW- Enthusiasten bezeichnen, vielmehr steht auch für mich die sehr gute Versorgung mit Ersatzteilen und die überschaubare Technik der älteren Modelle im Vordergrund

Allerdings würde ich nicht öffentlich über andere Marken herziehen.

Wie ich zu meinen Fahrzeugen (den VW´s in diesem Fall) gekommen bin:
Die T2 Pritsche ist seit 1972 unser Firmenfahrzeug, Erstbesitz natürlich.
Der T3 Dehler hat mir rein optisch super gefallen und ist noch dazu recht selten, sollen ca. 10-12 Stk. in Österreich unterwegs sein.
Und dann ist da noch der Colani, als ich damals eigentlich nur die Karosserie- oder das was davon noch übrig war gekauft habe wusste ich noch nicht dass dies mein 3ter VW werden würde ...  Dodgy Big Grin
Aber nur um mich auch mit einem "Exoten" in Sachen Ersatzteilversorgung zu brüsten muss ich noch meine Benelli 2c SE anführen:
Ist mir nicht erst einmal passiert dass mir ein Teil um wenige Euro kaputt gegangen ist, nur in Österreich ist für dieses Motorrad genau gar nichts zu bekommen . Soll heißen 1-2 Wochen warten bis man erwähntes Teil endlich einbauen kann und das Ding wieder läuft. Also ich kann dem nicht viel abgewinnen...
Um kurz auf die Toyotas zu kommen:
Der Liteace hätte mir anfangs auch gefallen, war mit aber dann doch eine Spur zu klein- und dann noch die Sache mit den Ersatzteilen

                      Also dann doch lieber den T3
So war das also Rolleyes
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#10
Hallo,

mein ursprünglicher Beitrag war keinesfalls als "über eine andere Marke herziehen" gedacht - eher ironisch, siehe auch meine weitere Kommentare dazu.

Es gibt bekanntlich verschiedene Zugänge zu einem Hobby, und das "Rapo" einem 1-Besitz Firmenfahrzeug seit bald 50 Jahren die Treue hält ist sehr hoch einzuschätzen und verdient aus mehreren Gründen Respekt (neumodisch würde ich es als "Nachhaltigkeit" bezeichnen).

Womit ich allerdings ein Problem habe ist die Darstellung des VW-Konzerns, dass sie alles und jedes erfunden haben (siehe Frontantrieb beim Transporter) und die unkritische Übernahme dieser Werbebotschaften vieler Besitzer der jeweiligen Marke (also nicht nur auf VW bezogen).

Analog zu anderen Dingen (Sport, Politik etc.) würde ich es so definieren:
"Fan" ist ok - "Fanatiker" ist abzulehnen.

Ist bei mir auch beruflich so: ich mache auch Gutachten für Fahrzeuge die ich mir persönlich nicht (sag niemals nie...) kaufen würde und oft kommt dann das "Aha-Erlebnis": das ist jetzt aber wirklich gut original oder super gut restauriert/repariert oder der Besitzer hat das wirklich mit Freude gemacht (Auto vom Opa und so...), und es kann genauso jemand mit einem Fahrzeug kommen das ich von der Type gerne hätte und mein Resumee ist eigentlich "was ist den dass für eine Gurke"...

Noch eine kleine Anekdote:
vorige Woche habe ich für einen Kunden einen VW 1302 mit zeitgen. Tuning (Doppel-Weber Vergaser, Ahnendorp-Auspuff) typisiert, der war von der Leistung echt lustig zu fahren (besonders beim Überholen auf der Autobahn), nur das Fahrverhalten mit der originalen Vorderachse war da schon "etwas überfordert" - habe es dem Besitzer dann auch genau so gesagt.

Viele Grüße
Karl
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