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Mühsames Kaltstarten
#1
Grüß Euch!

Muß mein Kaltstartproblem einmal von der Seele schreiben. Wenn mein Taunus 10 Tage oder länger steht, ist das Starten echt mühsam. Ich drücke das Gaspedal durch, um den Choke zu aktivieren und starte. Wenn's gut geht, schaff ich es nach etlichen Versuchen mit letzter Kraft der Batterie. Ist sie erschöpft, muß das Starthilfegerät zum Weiterprobieren herhalten. Einmal als garnichts mehr ging, holte ich den ÖAMTC, der das Auto dann startete. Der Techniker war sehr zuvorkommend und am Oldtimer interessiert, er nahm den Luftfilter ab und zeigte mir, wie das mit dem Choke ist, daß man das Teil mit der Chokeklappe so drehen muß, daß ein gewisser 2mm breiter Spalt bleibt. Ist jetzt schwierig zu beschreiben, aber Spezialisten können sich ev. was vorstellen. Ich hoffte, daß das nächstemal kaltstarten jetzt leichter gehen würde, nachdem er den Choke eingestellt hat, aber es ist wieder mühsam, nach längerem Stehen zu starten. Der Vergaser wurde vor drei Jahren von Hr. Kniezanrek gewartet, dem sollte nichts fehlen. 

Was kann die Ursache sein, daß ein Vergaserauto so schwierig kaltstartet? Beim Polo ist es ähnlich, da ist auch Geduld nach längerem Stehen gefragt, aber nicht gar so schlimm wie beim Taunus. Wenn letzterer warm ist, d.h. heute schon gefahren wurde, springt er fast schon beim anhauchen an - also Schlüssel nur kurz drehen und läuft wie eine Nähmaschine. Aber wehe er ist lange gestanden.

Hat wer Ideen, was los sein kann? Oder ist das "normal"? Die Autos wurden früher täglich verwendet, da ergab sich das Problem nicht, es ist womöglich ein dazugekommenes Problem bei den jetzt selten verwendeten Autos.

LG Martin
Ford Taunus Turnier 1,6GL, 1977
VW Polo II 86c Coupé, 1984
Opel Vectra B Caravan 1,8i 16V, 1998
Seat Alhambra 1,9 TDI Signo "Taxi Orange", 2000
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#2
Wenn er am nächsten Tag (also bei dem nächsten Kaltstart) normal anspringt und auch sonst problemlos rennt, dann hast Du wahrscheinlich irgendein Problem mit der Benzinzufuhr.

Wenn das Auto länger steht, dann entleert sich die Benzinzuleitung natürlich.  Der Sprit fließt zurück, oder verdunstet ggf. sogar etwas, usw. Und da dauert es nach einer längeren Standzeit bis die Zuleitung und die Schwimmerkammer wieder voll geflutet ist.  Und die mechanischen Benzinpumpen sind nun mal Saugpumpen.

Dass der Vergaser vom Kniezanrek vor drei Jahren überholt worden ist ist kein Garant, dass heute alles in Ordnung ist. Überhaupt wenn das Auto immer wieder länger steht.   Es kann zwischenzeitlich etwas verlegt sein, es können die Rückschlagventile undicht sein, ggf. ist die Benzinpumpe nicht mehr so leistungsfähig.  Da hilft nur eine Schritt für Schritt Überprüfung aller Komponenten.

Für schwierige Fälle gibt es auch solche elektrischen "Universalpumpen", die man dann nur kurz vor dem Kaltstart einschaltet (also als zweite zusätzliche Pumpe im System). Die werden eigentlich für diesen Zweck angeboten.

   

Wie hier z.B.  .... aber, das Internet ist voll damit.
https://www.amazon.de/Kraftstoffpumpe-Be...3419161551

Bei einigen alten Autos gab es so etwas ähnliches übrigens schon ab Werk. Benzinpumpen mit einem Handhebel um die Schwimmerkammer zu fluten. Oder bei den Motorbooten hat man dazu den Pumpball.

Aber vor dem Einbau sollte man den für den Vergaser verträglichen Benzindruck der Pumpe abchecken.  Das kannst Du z.B. mit Kniezanrek abklären.
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#3
Vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung, Peter!
Ford Taunus Turnier 1,6GL, 1977
VW Polo II 86c Coupé, 1984
Opel Vectra B Caravan 1,8i 16V, 1998
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#4
Hi Martin!
Der Peter hat das Problem eh´schon erklärt und auch gleich eine Lösung präsentiert.
Bei meinem 1500er hab´ich exakt das gleiche Szenario bei längeren Standzeiten- nur dass mich das nicht mehr aufregt Rolleyes
So habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht nach längerem nicht bewegen einfach einen Schuss Starthilfespray präventiv einzusetzen, das schont die Batterie und erspart Ärger ...
Jetzt werden gleich einige Leute wieder posten wie schlecht das wieder für den Motor auf Dauer ist, aber bei zumindest meiner Häufigkeit dieser Prozedur - 5-maximal 10 mal pro Jahr riskiere ich das gerne Angel
Also nicht verzweifeln und lg.
Rainer
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#5
Hallo,

statt Starthilfespray kann man auch normalen Benzin mit einer Spritze einbringen...

Folgende Szenarien sind eventuell zielführen:
unabhängig vom vorgeschriebenen Zeremoniell ein paar Mal mit dem Gaspedal pumpen, damit über die Beschleunigerpumpe Benzin eingespritzt wird (aus der Schwimmerkammer sollte er auch nach einem Monat noch nicht verdunstet sein). Hilft natürlich nichts bei SU- oder Stromberg Vergasern.

Bei einem Handchoke hatte ich einmal folgendes Problem:
das Auto ist (auch nach 1 Tag) nur angesprungen wenn die Klappe wirklich ganz zu war, durch eine verbogene Welle war das aber nie der Fall (die Klappe hatte bei vermeintlich "ganz zu" noch ca. 1 mm Luftspalt). Durch gerade richten der Welle und exakte Einstellung springt das Auto mittlerweile seit 5 Jahren klaglos an.

Eine schwächelnde Benzinpumpe (Membran hart oder schlapprig, Dichtflächen der Ventilpättchen undicht) kann das auch auslösen (auch Probleme beim Warmstart), eine neue Pumpe oder Reparatur bewirkt hier oft einiges.

Mein Fiesta braucht aber auch immer "vollen Choke" beim Kaltstart auch bei den derzeitigen Temperaturen, hat aber mit 1 oder 2 Wochen stehen kein Problem (Batterie 13 Jahre alt!).

Viele Grüße
Karl
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#6
Danke für Eure Antworten!
Eine 13jährige Batterie ist natürlich auch nicht alltäglich, alle Achtung!

LG und schönen Sonntag.
Ford Taunus Turnier 1,6GL, 1977
VW Polo II 86c Coupé, 1984
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#7
Wenn du ,wie du schreibst, beim Startvorgang Vollgas gibst oder auch nur ein wenig aufs Gas steigst, deaktivierst(umgehst) du automatisch den Choke.
Kaltstart immer ohne Gasgeben. Egal ob automatischer oder manueller Choke. Mein Corsa braucht beim Kaltstart immer den Choke, auch bei 35 Grad im Schatten. Aber beim 2.-3. Startversuch springt er selbst nach 3-monatiger Stehzeit wieder an.
Gruss Chris
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#8
Ich geb während des Kaltstartens eh nicht Gas, lediglich ein oder zwei kurze Durchtreten vor dem Starten zum Choke-aktivieren.
Oder meinst Du, ich soll überhaupt nicht aufs Gas steigen, auch vorher nicht? Ist der Choke ohne Gasgeben beim Kaltstart aktiv? Glaub ich nicht.

LG
Ford Taunus Turnier 1,6GL, 1977
VW Polo II 86c Coupé, 1984
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#9
Hallo,

die ganze Prozedur hängt von der Konstruktion und Funktion des automatischen Choke abhängig.

Bei manchen Systemen (wo es rein mechanisch funktioniert) darf man max. 1x drauftreten um den Choke zu aktivieren, wenn man mehrmals drauftritt könnte er wieder öffnen (wie Chris beschrieben hat).

Bei anderen Fahrzeugen ist es relativ egal.

Ich würde einmal den Luftfilter abnehmen und schauen was bei welcher Betätigung passiert, bzw. ob der Choke z.B. elektrisch angesteuert wird (dann muss darf man z.B. nicht vorher die Zündung einschalten und warten, weil in der Zwischenzeit der Chokemechanismus angewärmt wird und wieder aufmacht).

Viele Grüße
Karl
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#10
Vielen Dank, werde weiter forschen und berichten.
Ideal wäre halt ein Hand-Choke, da weiß man ob er gezogen ist oder nicht. War beim D-Kadett angenehm.

LG Martin
Ford Taunus Turnier 1,6GL, 1977
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