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Schönen Abend
#1
Liebe Community!

ich bin WoistdasNiveau, 20 Jahre alt und studiere Physik. Ich wollte schon länger anfangen, ein Auto zu restaurieren. Allgemein finde ich die Mercedes Modelle ab den 60er Jahren sehr cool und so einer sollte es im perfekten Fall auch werden. Ich würde mich nun freuen, wenn ich hier die ersten Tipps und Tricks, Erfahrungen und noch vieles mehr bekomme, da ich technisch zwar eine Ahnung habe, wie ein Auto funktioniert, Handwerklich aber kaum etwas gemacht habe. Am liebsten würde ich mit einem Mercedes W116 beginnen, wobei auch da wieder die Frage ist, ist das geeignet, wenn man Anfänger ist oder ist das auch schon recht kompliziert? Welche Modelle, auch von anderen Herstellern, wären denn empfehlenswert? Auf was muss man alles achten, bevor man überhaupt ein Projekt anfängt. Das sind so meine offenen Fragen, die ich hoffe, hier beantwortet zu finden. Ich freue mich sehr auf viele anregende Diskussionen und auf mein erstes Projekt.

Mit freundlichen Grüßen
WoistdasNiveau
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#2
Ich habe Mut immer schon bewundert .... aber da sehe ich ehrlich gesagt wenig Hoffnung.

Einen PKW zu restaurieren ist etwas anderes als ein altes Fahrrad herzurichten. Ohne - zumindest grundlegenende - technische Kenntnisse und Fähigkeiten ist das ziemlich aussichtslos und im Extremfall sogar gefährlich. Ich rede jetzt gar nicht von den Teilen wie Fahrwerk, Bremsen oder Elektrik, es fängt schon beim Thema Karosserie (schweißen, zinnen, lackieren) an und geht dann beim Motor weiter. Gibt es überhaupt das richtige Umfeld (Werkstatt, Hebebühne, Maschinen, Werkzeug)? Hast du ungefähr eine Ahnung was da "kostenmäßig" los ist (Ersatzteilkosten sind immer im Verhältnis zum Neuwert eines Autos zu sehen - dh ein Auto das mal extrem teuer war hat auch keine billigen Einzelteile)

Mein Vorschlag wäre einen restaurierten (bzw gut fahrbereiten) Mercedes zu kaufen und dann in die Materie "reinzuwachsen" (Garage zulegen, Werkzeug kaufen, Kontakte zu Leuten die so ein Fahrzeug schon haben etc...), wobei ja bei diesem Fahrzeugen auch das Thema Erhaltungskosten noch dazukommt - wir sprechen ja von der automobilen Oberklasse - aber ich denke das wirst du dir ja schon überlegt haben.
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#3
Am Anfang sollte man sich jedenfalls ein einfacheres Auto suchen.  Und dazu am Besten eines mit einer noch möglichst guten Ersatzteilversorgung.
Überhaupt, wenn man auch handwerklich erst beginnt.

Da gibt es z.B. die 120er oder 140er Baureihe von Volvo.  Einfach gebaut, quasi primitiv und mit einer fantastischen Ersatzteilversorgung.   Ford oder Opel ist auch einfach zu warten und zu reparieren.   Man kann sich auch einen Frontmotor Skoda aus den 60er Jahren kaufen. Da gibt es jedenfalls genug Autos die einem nicht überfordern, und zwar von allen möglichen Marken.

Und diese Autos machen auch eine Menge Spaß.

Ein W116er Mercedes ist für einen Anfänger wirklich ungeeignet. Das Hobby macht jedenfalls keinen Spaß wenn man sich nur mit technischen Problemen von so einer Kiste herumschlagen muß.
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#4
Erstmal herzlich willkommen im Forum.

Ich seh das anders als ullybaer. Ich hab mir auch im laufe der Zeit alles selbst beigebracht. So nach dem Motto "learning by doing". Ich nehm an dass unser Neuzugang nicht ein Auto von Grund neu aufbauen will. Und nur weil Mercedes draufsteht ist es auch nicht anders aufgebaut als ein Fiat oder Opel.
Bei Mercedes ist zumindest die Ersatzteilbeschaffung relativ einfach. Der Preis ist natürlich eine andere Sache.
Und ob Ein Fahrzeug einfacher zu restaurieren ist als ein Anderes sei dahingestellt. Kommt immer darauf an was zu machen ist.
In erster Linie muss mich das Fahrzeug ansprechen und ich Spass daran haben. Alles andere kommt hinten nach.
Gruss Chris
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#5
Ich danke euch auf jeden fall schon mal für die ersten Eindrücke. Umfeld wie Garage und Werkzeug ist Gott sei dank gut vorhanden, da ich ehrenamtlich in einem Eisenbahnmuseum mit gut Ausgestatteter Werkstatt mitarbeite und dort das Auto auch unterstellen kann und natürlich das Werkzeug und alles verwenden darf dafür. Wie teuer sowas wird ist ein weiterer Grund, wieso ich hier bin. Als ich ein bisschen Nachgeschaut habe, waren die W116 ab 3000 Euro zu haben, soweit so gut, aber ich habe leider keine Ahnung wo man nun wirklich Ersatzteile und vor allem Wie man die bekommt und was das jetzt durchschnittlich kostet? geht das schnell in den vielfache Tausender oder Zehntausender Bereich oder sind das mehrere Hundert Euro oder welche Größenordnung kann man sich da vorstellen?

Ein Volvo 120er ehrlich gesagt schaut aber auch sehr schick aus, ich hätte nicht gedacht, dass sowas noch billiger sein kann, als ein W116, da die 12ßer Reihe ja sogar noch älter ist.
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#6
Hallo,

der W 116 (und auch andere Mercedes-Typen) sind "heimtückische" Roster, beim W 116 kommen noch ein paar schwerst zugängliche Stellen (z.B. vordere Stabilisatoraufnahme) dazu. Mit "heimtückisch" meine ich, dass die Autos gut aussehen aber im inneren schon ziemlich verfault sind.

Bei einem 3000,-- Auto (egal ob Mercedes oder Volvo) fang einmal bei einem 15.000,-- Euro Budget zu Denken an....

Mercedes-Teile sind total problemlos, vieles auch über Mercedes selber zu bekommen - oft gar nicht so teuer, auch in Bezug auf die Lebensdauer.

Viele Grüße
Karl
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#7
Oh doch so viel? Hättet ihr dann vielleicht noch Vorschläge für günstigere Autos? Ich meine ich könnte jetzt auch zum Beispiel um 300 Euro einen Toyota Yaris kaufen und herrichten, aber der würde danach auch nicht mehr Wert sein, als ich reingesteckt habe, abgesehen davon, dass er auch nicht besonders gut aussieht. Wichtig wäre mir halt das Design der 70er/80er Jahre und nicht allzu teuer. Ich bin selber noch Student wie gesagt, aber würde schön langsam gerne in das Hobby eindringen.
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#8
Also relativ problemlos wären die quasi früheren Studentenautos.   Der Citroen 2 CV, oder der Renault 4.   Die sind so einfach gebaut, dass man sie ohne besondere Fachkenntnisse warten und reparieren kann.   Und die Ersatzteilversorgung ist super.
Und ich finde beide fetzig. 

Wenn es doch etwas größer sein soll, dann schau Dir mal den 144er Volvo an.  Der ist gegenüber dem 120er Amazon relativ günstig zu bekommen (ist schon seit Jahren so), hat aber defakto die gleiche Technik.
Ich finde den 140er schön.  Weil der hat noch nicht das spätere plumpe Traversendesign der 240er Modelle.  Er ist ein elegantes klassisches Auto.
Derzeit stehen z.B.  drei 144er in willhaben.

Und wenn man es problemlos haben möchte, dann die B18 oder B20 Maschine, mit einem Vergaser und ja keine Automatik.

Dann der Saab 99.  Den gibt es auch hin und wieder relativ günstig.  Das ist auch ein schönes und sehr robustes Auto.

Oder z.B. einen Mini.  Den kann man übrigens besonders günstig aus Groß Britannien holen.  Wenn man keine Scheu vor einem Rechtslenker hat.
Eine überschaubare Technik und eine fantastische Ersatzteilversorgung.
Wenn´s sportlich sein soll, dann z.B. den MG Midget.  In GB gibt es immer noch ein gigantisches Angebot an alten Midget´s ... und für unsere Verhältnisse extrem günstig.

Aber ... am besten Du schaust mal selber.   Gib im Suchfeld das Mindestalter mit 29 - 30 Jahren an und schau mal was Dir für Autos angezeigt werden.
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#9
Die Volvo Modelle klingen sehr gut, gefallen mir vom Design her auch super. Mit welchem Budget muss man da abseits vom Kauf rechnen?
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#10
Das ist schwierig so etwas einzuschätzen.  Es ist ja auch nicht einzuschätzen, was Du dann alles "schöner" machen möchtest.  

Aber schau mal.  Das ist ein Bericht von mir, von 2016.  Da habe ich diesen 144er gekauft.  Weiß den Kaufpreis nicht mehr, aber der war nicht sehr hoch.  Ich glaube so um die 3.500 .
Leider habe ich ihn nicht behalten, sondern ihn wieder verkauft. 

http://www.oldtimerforum.at/showthread.p...47#pid5247

Und in Willhaben steht derzeit dieses Auto ... um 6.500 EUR.   Mit gültigen Pickerl.   Man muß sich den klarerweise trotzdem vor Ort anschauen.  

https://www.willhaben.at/iad/gebrauchtwa...-489512284

Aber wahrscheinlich kannst Du mit einem überschaubaren Aufwand mit dem Auto fahren.
Ein Budget für Unvorhergesehens muss man natürlich auch in Reserve haben, falls irgendetwas auftreten sollte. Und dann kostet es vielleicht 3.000 bis 4.000 EUR dazu.
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