Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.

Wir sind ein Forum für Freunde alten Blech´s. Ob Auto, Motorrad, Traktor oder Dampfmaschine, bei uns ist jeder willkommen der sich für alte Technik interessiert. Besucht auch unsere Homepage http://www.austria-motor-veterans.at/ um immer über unsere aktuellen Veranstaltungen informiert zu sein.


Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Feuerverzinkung
#1
Weil mir da gerade wieder ein aktueller Fall bekannt ist. 
Ein Bekannter von mir hat die Anhängevorrichtung seines Geländewagens extra feuerverzinken lassen  (die Dinger rosten ja sonst an der Oberfläche wie verrückt).  Und jetzt kommt es nach ein paar Monaten an der Oberfläche des „neu“ feuerverzinkten Teiles wieder zu Rostbildungen.

Ja … das sieht man übrigens öfters, dass feuerverzinkte Teile an diversen Stellen dann manchmal trotzdem einen Rostansatz haben.

Der Pkt. ist, dass man der Firma die die Verzinkung durchführt klar sagen muss wo und wofür dieses Teil verwendet wird, oder welche „Korrosivitätskategorie“ zu beachten ist  (lt. NORM eingeteilt in die Klassen C1 bis C5, bzw. Im1 bis 3).

Wenn man das nicht macht, dann bekommt man laienhaft ausgedrückt möglicherweise eine ganz miese/ bzw. die einfachste Verzinkung. Und dann hat man damit klarerweise Probleme.
Die jeweilige Klasse bestimmt übrigens nicht nur die Schichtstärke der Feuerverzinkung, sondern auch die Art des Verfahrens.

Wenn man sich mit der NORM nicht auskennt, dann genügt es wenn man auf den „Auftragsschein“ einfach draufschreibt ….z.B. …. „tausalzbeständig auszuführen, wird für Kfz verwendet“ ….  

Weil mit dem kann ich die ausführende Firma konfrontieren, wenn das Teil nach kurzer Zeit im Betrieb zum rosten beginnt.

Der Begriff „tausalzbeständig“ steht zwar nicht in der Norm, aber ich kann dem Verzinker zumindestens eindeutig nachweisen, dass ich ihm auf die vorgesehene Verwendung hingewiesen habe, und er muss als Fachfirma klarerweise dem entsprechend die richtige Beschichtungsart ausführen.

Und bitte es auch nicht unterschätzen, unter dem Titel quasi „wir fahren eh nicht im Winter“.   Es zahlt sich jedenfalls  aus beim Kfz die richtige/ bessere Verzinkung ausführen zu lassen.
Zitieren
#2
Eigentlich eine Frechheit! Danke für den Hinweis!
Zitieren
#3
Hallo,

wir haben die AHV nicht vor der Verzinkung gesehen, daher kann man das auch nicht beurteilen (ob Pfusch, Frechheit oder einfach nicht besser möglich).

Bei einem Altteil muss man sicher vorher ordentlich sandstrahlen und hat dann noch immer das Risiko , dass es in den Hohlräumen (falls solche vorhanden sind) rostig ist. Die Feuerverzinkung macht man üblicherweise auf neuen Bauteilen, weil sie eben auch "innen" ist und dort schützt. Nur "über Rost drüber" kann sie auch nicht Wunder wirken.

Glaubt Ihr wirklich die haben verschiedene Tauchbäder? Im Baubereich sind viele Bauelemente ja auch Streusalz ausgesetzt. Und zu "dick" verzinken geht auch nicht, weil dann auf der Kugel auch dick Zink drauf ist...

Viele Grüße
Karl
Zitieren
#4
Hallo Karl,

ein Formrohrprofil z.B. einer Anhängevorrichtung hat glaublich mindestens  3mm Wanddicke, wenn nicht sogar mehr.  
Da brauche ich mir glaublich nicht wirklich viel Gedanken darüber machen, ob bei so einem Werkstück  auch innen im Rohr eine Verzinkung vollflächig aufgebracht ist  (außerdem kann man auch hier dann eine Hohlraum-Rostbehandlung durchführen, wenn man es unbedingt will).

Und mal ehrlich.  Wann und bei welchen Bedingungen (also beim Kfz, bei einem Autoleben)  rostet ein Stahl-Formrohr mit 3 bis 4mm Wanddicke von Innen durch ?

Was den Kugelkopf betrifft.  Der war im gegenständlichen Fall abschraubbar, wie bei den meisten Geländeautos.  Das ist ja wohl klar, dass man den nicht verzinken soll.

Aber es geht hier um die sichtbaren Außen-Oberflächen und die korrekte Mindeststärke der Verzinkung.   Damit die nicht kurzfristig rosten.

Erstens sollten die Teile rostfrei zum Verzinker gehen., eben z.B. Altteile eben vollflächig  sandgestrahlt.  Auch das ist ja wohl klar.  
Die Verzinkerei nimmt normalerweise rostige Teile eh nicht zur weiteren Bearbeitung an.  Dieser Punkt erledigt ist somit eigentlich auch automatisch.

Ja, und es ist sehr wohl möglich und üblich dem Verzinker mitzuteilen welche Beanspruchung die Teile dann erfüllen müssen. 
Die hier geltende Norm mit den unterschiedlichen Beanspruchungsklassen, also in dem Fall die Korrosivitätsklassen, gibt es ja nicht zum Spaß.

Bei der Stückverzinkung erreicht man beim Tauchbad so zwischen 50 – 150 µm, beim thermischen Spritzverfahren so 80 – 150 µm. Man kann sich bei beiden Feuerverzinkungs-Verfahren auch 200 µm wünschen.
Also bei der diskontinuierlichen Stückverzinkung.   Die kontinuierliche Feuerverzinkung lassen wir dabei mal weg, weil die ist für die industrielle Fertigung.

Aber wie das die ausführende Firma in der Produktion durchführt und regelt, kann mir als Verbraucher vollkommen wurscht sein.  Einmal länger eintauchen … oder 100 mal eintauchen …. oder 24 Stunden im Tauchbad lassen und nebenbei beten …  oder was auch immer die da machen müssen.

Der Punkt ist nämlich, dass unstrittig immer wieder auch Teile aus der Produktion kommen, die dann nicht die notwendige Schichtstärke haben.  Durch was das auch immer passiert.
Ich habe vor ein paar Jahren bei einer Wohnhausanlage mit ca. 60 Wohnungen einen Fall gehabt, wo verzinkte Geländer für Laubengänge geliefert worden sind.  Der Hausmeister war scheinbar ein besonderer Fan der Salzstreuung.  Bereits nach dem ersten Winter haben wir an x-Stellen Rost auf den verzinkten Oberflächen gehabt.   Die Schlosserfirma hat sich heftig gewehrt.  Ich habe einen Sachverständigen eingebunden und die Schichtstärke wurde im Labor überprüft.  Die Schichtstärke der Verzinkung war jedenfalls unter jedem Hund und der Schlosser (übrigens eine große renommierte Firma aus Korneuburg) hat alle Geländer demontieren und neu verzinken lassen müssen.

Jedenfalls kann ich mich nicht immer so darauf verlassen, dass alles in Ordnung ist.  So quasi es kommt eh ins Tauchbad und da kann man eh nichts machen. Weil die Schichtstärken der gelieferten Verzinkungen sind manchmal eben nicht in Ordnung.  

Und als Privater habe ich kaum die Möglichkeit mir einen Sachverständigen zu nehmen und die Teile im Labor überprüfen zu lassen.

Deswegen habe ich in meinem Beitrag gemeint, dass es sinnvoll ist im schriftlichen Auftrag die Verwendung der Teile im Außenbereich/ Kfz zu vermerken.  Weil das ist die einfachste Art Problemen vorzubeugen, und da habe ich es gegenüber der Verzinkerei dann etwas einfacher, wenn sich nach kurzer Zeit an der verzinkten Oberfläche Rost bildet.

Grüße

Peter
Zitieren




Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste