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Unter welcher Wertvorstellung kauft man einen Oldtimer ?
#1
Ich verschiebe dieses Thema in einen eigenen Beitrag.  Es ist in den letzten Tagen eigentlich schon von mehreren Forumsmitgliedern angestreift worden. 

Also Oldtimerkauf, der Ankauf von Ersatzteilen .... usw.

Der Punkt ist.  Was ist einem der Einkaufspreis und der anschließende Aufwand wert ?

Nach meiner Meinung läßt sich das nicht so einfach in ein einheitliches Korsett hinein zwängen.

Ich habe da z.B. einen Freund. Der hat sich so vor 6 Jahren einen Ford Taunus 20m gekauft und hat bisher 27.000 eur versenkt.  Und ist immer noch glücklich.  Für diese Kiste kann er vielleicht 8.000 eur wieder bekommen.  Wenn es ihm das wert ist, dann ist es OK.  Wenn einer den Wertverlust nicht ahnt, dann ist es natürlich eine Katastrophe.

Und so ist es eben.

Ja ... die Ersatzteilbeschaffung.   Da möchte ich auf den Typen aus dem Forum erinnern der sich einen Mazda 1500 aus den 60ern gekauft hat.   Der hat doch verzweifelt ganz normale/ banale Verschleißteile gesucht.   Wie er sich das Auto gekauft hat, hat er nicht geahnt, dass die Japaner vor der Ford Übernahme nur japanische Zulieferer gehabt haben. Und man in Europa außer nichts nichts bekommt.
Mal ehrlich. Wer denkt an so etwas ?

Und das ist der Punkt.   Wenn mir ein Hobby etwas Geld wert ist, ja dann kann ich Geld und Aufwand versenken und es tut nicht weh.  
Aber es gibt genug Leute die Kisten kaufen, keine Ahnung haben, an die Ersatzteile nicht heran kommen.  Dann werden die Kisten zerschraubt verkitscht.

Die Leute sollten sich vorher informieren was ein restaurierter Oldtimer wert ist und wie die Ersatzeilversorgung ist. Das ist glaublich der Punkt.
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#2
Hallo,

ein ganz großer Irrglaube wird auch durch einschlägige Zeitschriften vermittelt, dass man - übertrieben ausgedrückt - alles selber machen kann, das ist aber nicht der Fall. Spätestens wo es um die wirklich teuren Sachen geht (Motorüberholung, fachgerechte Lackierung, Chromteile) muss man einfach "Geld in die Hand nehmen".

Ich finde besonders jene Leute lustig, die "nur aus Spass an der Freud" und "nur für sich selber" sich einen Oldtimer zulegen, aber im selben Atemzug fragen, was er nachher Wert ist.

Mit ist das persönlich egal, ich kaufe oder restauriere ein Fahrzeug weil ich es haben will, und da will ich z.B. eine perfekt funktionierende, originalgetreue Technik. Mit einem nicht mehr ganz taufrischen Lack kann ich eher leben - besonders wenn es die Originallackierung ist.

Ich habe auch lieber keine Massenware - wie ja glaube ich aus meinen Postings hier hervorgeht - und freue mich wenn die Leute dann herumrätseln was es ist.

Wichtig ist auch Neueinsteigern zu vermitteln, dass so was ganz anders zu bedienen ist wie ein aktuelles Fahrzeug. Ich kenne jemanden, der Zeit seines Lebens zuerst Puch 500 und dann immer kleine Fiat Modelle gefahren ist, irgendwann wollte er wieder einen Puch und war dann bitter enttäuscht wie klapprig und laut so etwas ist - in der Erinnerung war es eben schöner und besser

Auch im Berufsleben habe ich nie "auf Risiko" restauriert, wenn wer eine Restaurierung haben wollte, habe ich auf die Kosten und den Wert "nachher" hingewiesen. Viele Leute haben es dann trotzdem machen lassen, zumeist weil sie persönliche Erinnerungen mit dem Fahrzeug verbunden haben.

Auch die Mentalität der meisten Menschen heute widerspricht meinem "alten" Sammlerdenken: ich habe lieber einen Teilespender zu Hause - das Beispiel mit dem Mazda trifft da zu - als die "Überheblichkeit der Jungen": "wenn ich Teile brauche find' ich die bei Ebay..." - wortwörtlich schon oft so gehört (und gute Originalteile wegen eines lächerlichen Mehrpreises nicht gekauft...)

Viele Grüße
Karl
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#3
Ich denke man muß da mal unterschieden warum sich jemand einen Oldtimer zulegt. Es gibt ja da wirklich komplett verschiedene Zugänge:

Schrauber die einen Wagen aufbauen wollen und die an der Technik interessiert sind
Fahrer die ein Fahrzeug wollen das möglichst funktioniert und die notwendigen Reperaturen auch auswärts vergeben
Nostalgiker die ein Fahrzeug wollen zu dem sie eine persönliche Bindung haben egal was es kostet.
Sammler die der Preis und Zustand nicht so interessiert Hauptsache das Fahrzeug paßt zur Sammlung
Investoren die sich um Wertsteigerung und Verkaufsaussichten kümmern

Jeder hat da komplett einen anderen Zugang und sicher gibt es auch noch Überschneidungen zwischen den einzelnen Gruppen sieht man ja auch hier im Forum. Aber jede Gruppe hat sicher einen anderen Betrachtungswinkel was Zeit und vor allem Geld betrifft. Jemand der sich einen Vorkriegsbugatti in die klimatisierte Garage stellt gibt für einen kleinen Originalersatzteil mehr aus als ein Anderer für ein komplettes Auto samt Treibstoff für ein Jahr. Ich kenne Leute die eine (oder mehrere) Garagen voller Fahrzeuge haben und eigentlich gar nicht mehr genau wissen wie und wann sie zu dem einzelnen Teil gekommen sind und wieder andere Leute die jede Schraube ihres Autos persönlich kennen.

Wie ich es halte? Ich bin der Mischtyp zwischen Schrauber und Fahrer wobei der "Fahrertyp" sicher überwiegt. Ich genieße das Herumfahren (und sei es nur eine Dorfrunde), Rallyes, Treffen und Ausfahrten und wenn etwas kaputt wird versuche ich selbst etwas dabei über die Funktion zu lernen, überlasse komplizierte Sachen aber gerne Leuten die sich wirklich auskennen. Mir ist eine schöne Lackierung und schöner Chrom wichtiger als Originalzustand. Das Thema Kosten ist mir eher zweitrangig. Ich lebe nur einmal, muß mein Geld selbst verdienen und kann somit auch auswählen wie ich es ausgebe (im Rahmen meiner Möglichkeiten) - auch wenn es für andere Leute unvernünftig oder "unwirtschaftlich" sein mag.
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#4
Hallo Karl,

Du hast natürlich recht, aber eben aus der Sicht von jemanden der sich gut auskennt.  Und sicher selten einen Fehler beim Autokauf macht.  
Und ich habe mich da vielleicht nicht so präzise ausgedrückt.   Ich habe nicht die Spekulanten gemeint, die einen Oldtimer kaufen und gleich kalkulieren wieviel sie damit verdienen können.

Sondern die "normalen" Käufer, die sich eine Freude gönnen wollen und nach dem Kauf drauf kommen, dass es für eben dieses Auto nichts gibt.  Und jede Ersatzteilbeschaffung ein Projekt ist.  

So zum Beispiel mein Tatra.  Da gibt es fast keine Ersatzteile.  Was ich da schon habe anfertigen lassen .... da sind die Kolben extra gegossen worden, der Auspuff ist eine Niro Sonderanfertigung, div. Blechteile wurden von Hand angefertigt, usw. usw. Und der Punkt ist, dass es für mich nach dem Kauf dieses Autos keine Überraschung war, da ich damit eh gerechnet habe. 
Und dem gegenüber gibt es für den ebenfalls aus den 30er Jahren stammenden Austin Seven alles. Wo ich heute nach den alten Werks-Ersatzteillisten an Hand der Seriennummer eine Bestellung nach England schicke und fast egal was es ist die Teile nach ein paar Tagen geliefert bekomme.  Von einem der 20 oder 30 Teile-Händler.
Ja ... und das ist bei den etwas jüngeren Oldtimern auch so.

Und das meinte ich.  Das es zu empfehlen ist, wenn sich die Leute vor dem Kauf etwas erkundigen.   Für den Wert des Autos gibt es als grobe Orientierung die Tabellen, und was die Teileversorgung betrifft die Clubs, oder SV´s wie Dich z.B.
Weil, es ist jedenfalls schade wenn die Leute nachher frustriert sind und die Kisten aus Verzweiflung wieder verkaufen.

Übrigens steht derzeit ein Auto im Willhaben, welches Dich vielleicht interessieren könnte.  Steht allerdings bei einem Geschäftstüchtigen in Ungarn Rolleyes .

https://www.willhaben.at/iad/gebrauchtwa...-446701523

Grüße

Peter
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#5
... aha, während ich geschrieben habe hat der Ully seinen Beitrag rein gestellt Big Grin .


@ullybaer
ja .... eh, so ist es.
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#6
Interessantes Thema......darüber könnte man ein Buch schreiben  Smile

Ich bin da beim Ully.....wie jemand zu einem Oldtimer kommt, kann verschiedene Gründe haben. 
Bei mir z.B. war seid meiner Jugend alles Interessant was Räder hat und einen Motor. Den Wunsch einen Oldtimer zu besitzen hatte ich schon mit 20 Jahren, aber da 
fehlte mir ehrlich gesagt die nötige Reife. Ich darf gar nicht daran denken mit welchen Fahrzeugen wir damals unterwegs waren und was mit diesen Fahrzeugen weiter 
geschehen ist.

Was, so glaube ich nicht fehlen darf ( soll ) ist die Leidenschaft für Oldtimer, den dann kann man es auch als ein schönes Hobby betrachten. Natürlich ist es sehr hilfreich 
wenn die Ersatzteil Lage gut ist, es kann aber auch sehr spannend sein Teile zu suchen, selber zu bauen oder fertigen zu lassen. Und hier, so glaube ich, kann man schon 
unterscheiden zwischen Youngtimer.....Oldtimer......Vorkriegs Fahrzeug.

Das Beispiel mit dem Mazda kann niemand voraussehen, aber sowas kann natürlich passieren. Von Vorteil ist natürlich wenn man sich schon vor dem Kauf eines Oldtimer,s
Gedanken über Ersatzteillage usw. macht, oder man sucht bewusst die Herausforderung. Wenn Peter von seinem Tatra erzählt, kann ich nur sagen, bewundernswert !!!
Peter wollte den Tatra und deshalb nimmt er die Schwierigkeiten in Kauf.

Ich bin der Typ der gerne, so wie der Ully, herumfährt und es macht mir Freude wenn meine Fahrzeuge super laufen. Noch mehr Freude macht es mir, wenn von Passanten
Fragen und auch Begeisterung kommt.
( Was ich nicht wirklich brauche ist das mir mein Auto sagt was ich tun soll....z.B....bim bim bim....Fahrer müde ...Cafe. Angry )

So soll jeder das tun was er für richtig hält......so hat eben der eine a bis,l.....der andere mehr......der nächste eben ganz intensives ....Oldtimer Fieber  Smile
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#7
(16.02.2021, 09:14)austin7 schrieb: Und das meinte ich.  Das es zu empfehlen ist, wenn sich die Leute vor dem Kauf etwas erkundigen.   Für den Wert des Autos gibt es als grobe Orientierung die Tabellen, und was die Teileversorgung betrifft die Clubs, oder SV´s wie Dich z.B.
Weil, es ist jedenfalls schade wenn die Leute nachher frustriert sind und die Kisten aus Verzweiflung wieder verkaufen.

Übrigens steht derzeit ein Auto im Willhaben, welches Dich vielleicht interessieren könnte.  Steht allerdings bei einem Geschäftstüchtigen in Ungarn Rolleyes .

https://www.willhaben.at/iad/gebrauchtwa...-446701523

Grüße

Peter

Bezüglich "beiziehen von Fachleuten" gibt es leider auch einen Bereich, mit dem ich schon öfters negative Erfahrungen gemacht habe:
nämlich auf Marken oder Typen spezialisierte Clubs, da hat man dann schnell ein "besonders günstiges Exemplar eines Clubkollegen zur Hand" - das dann nur durch glückliche Fügungen gerade zu verkaufen ist u.s.w. - jeder kann sich seinen restlichen Teil denken... (im Club hat's keiner gekauft, weil der Zustand bekannt war... - aber da ist ein Unwissender/Newcomer, und schon ist das Problem gelöst).

IMP (Puch) in Ungarn - vermutlich Replika - ist schon ewige Zeiten inseriert, die Karosserie ist ja noch eine relativ leichte Übung, aber bei den Kleinteilen wird es jetzt eng (z.B. Heckscheibe und so).

Viele Grüße
Karl
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